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Ratgeber · Grundlagen & Praxis

Höhensatz und Kathetensatz: Die Verwandten des Pythagoras

Der Satz des Pythagoras ist die bekannteste Beziehung im rechtwinkligen Dreieck, aber nicht die einzige. Der Höhensatz und der Kathetensatz des Euklid ergänzen ihn und erlauben Berechnungen, für die Pythagoras allein nicht reicht.

1 Min Lesezeit 317 Wörter 3 FAQs
Eike-Christian Ramcke
Eike-Christian Ramcke Geschäftsführer und inhaltlich Verantwortlicher
Geprüft am

Drei Sätze, ein Dreieck

Fällt man im rechtwinkligen Dreieck die Höhe vom rechten Winkel auf die Hypotenuse, entstehen zwei kleinere Dreiecke. Aus dieser Konstruktion ergeben sich neben dem Satz des Pythagoras zwei weitere Beziehungen, die auf Euklid zurückgehen: der Höhensatz und der Kathetensatz. Sie alle beschreiben dasselbe Dreieck aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Der Höhensatz

Die Höhe h teilt die Hypotenuse in zwei Abschnitte, die man p und q nennt. Der Höhensatz besagt, dass das Quadrat dieser Höhe gleich dem Produkt der beiden Abschnitte ist, also h² gleich p mal q. Kennt man die beiden Hypotenusenabschnitte, lässt sich die Höhe direkt berechnen. Ein Beispiel: Teilt die Höhe die Hypotenuse in 4 und 9 Einheiten, ist h gleich Wurzel aus 36, also 6.

Der Kathetensatz

Der Kathetensatz verbindet eine Kathete mit ihrer Projektion auf die Hypotenuse. Er lautet a² gleich c mal p und entsprechend b² gleich c mal q. Anschaulich bedeutet das: Das Quadrat über einer Kathete ist flächengleich zu einem Rechteck aus der ganzen Hypotenuse und dem anliegenden Abschnitt.

Wie alles zusammenpasst

Der schöne Zusammenhang zeigt sich, wenn man die beiden Kathetensätze addiert. Aus a² gleich c mal p und b² gleich c mal q folgt a² plus b² gleich c mal p plus c mal q. Da p plus q die gesamte Hypotenuse c ergibt, steht rechts c mal c, also c². Damit ist der Satz des Pythagoras aus den beiden Kathetensätzen hergeleitet. Die drei Sätze sind keine getrennten Regeln, sondern verschiedene Seiten derselben geometrischen Wahrheit.

Wann welcher Satz hilft

Der Satz des Pythagoras hilft, wenn zwei Seitenlängen bekannt sind. Höhensatz und Kathetensatz kommen ins Spiel, sobald die Höhe oder die Hypotenusenabschnitte eine Rolle spielen, etwa in Konstruktionsaufgaben oder beim Bestimmen einer Höhe, die sich nicht direkt messen lässt. Der Rechner auf dieser Seite konzentriert sich auf den Satz des Pythagoras, doch wer die verwandten Sätze kennt, versteht das rechtwinklige Dreieck vollständiger.

FAQ

Häufige Fragen

Was sagt der Höhensatz aus?

Der Höhensatz besagt, dass das Quadrat der Höhe über der Hypotenuse gleich dem Produkt der beiden Hypotenusenabschnitte ist: h² gleich p mal q. Damit lässt sich die Höhe berechnen, wenn man weiß, in welche zwei Teile sie die Hypotenuse zerlegt.

Was besagt der Kathetensatz?

Der Kathetensatz besagt, dass das Quadrat einer Kathete gleich dem Produkt aus der Hypotenuse und dem anliegenden Hypotenusenabschnitt ist: a² gleich c mal p. Er verbindet eine Kathete mit ihrer Projektion auf die Hypotenuse.

Wie hängen die Sätze mit Pythagoras zusammen?

Addiert man die beiden Kathetensätze, a² gleich c mal p und b² gleich c mal q, erhält man a² plus b² gleich c mal p plus c mal q gleich c mal c. Das ist genau der Satz des Pythagoras. Die Sätze sind also eng verwandt.

Quellen

Worauf dieser Ratgeber sich stützt

Veröffentlicht · zuletzt geprüft
Verantwortlich: Eike-Christian Ramcke
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